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FC St.Pauli: Misson Derby #130 – Besuch aus Vororten am Tor zur Welt – Salmi-Arroganz am Millerntor!

Vorüt Bruun Wit! Part 1

„Choosen Few“ „Poptown Hamburg“ „Ultra St.Pauli“ 3 grosse Fanvereinigungen Hamburger Vereine.
Ein Fussballspiel wird heute ab 15:30 Uhr die Hamburger in seinen Bann ziehen: Das 130. Derby zwischen dem FC St.Pauli und dem Hamburger SV.
Besonderheit: Es wird am Millerntor gespielt, also nicht in einem Randbezirk an der A7 in der Nähe einer Müllverbrennungsanlage, sondern dort, wo Hamburg „Das Tor zur Welt“ lebt.
Offen, tolerant, bodenständig, dort wo ich mich wohl fühle, wo ich aus der U-Bahn falle und keine fünf Minuten später in der Kurve stehe, Rasen rieche, Sankt Pauli schreie, aber auch gelungenen Aktionen des Gegners Applaus spende.
Ich hoffe, dass ich für Letzteres am 19.09.2010 ab 15:30 Uhr wenig bis keine Gelegenheit finde und die Salmi-Aroganz eines Herrn Westermanns („St. Pauli kann uns nicht das Wasser reichen“) ausreichend wiederlegt wird.

Im Vorfeld des Derbys…

Frotzeleien gibt es: Vorortclub, St.Adteilverein

Ja und? Beides zutreffend oder?

Der FC St.Pauli ist ein Stadteilclub, ebenso wie der Altonaer FC, erfüllt mit Leben und Stolz.
Ebenso erfüllen die Anhänger der St.Ellinger ihr Fandasein mit Leben und Liebe, ich neide ihnen das nicht.

Nur was ich nicht verstehe, ist die Salmi – Arroganz der „Pfeffersäcke vom Rothenbaum“, die zu solchen Aussagen führen:

Beim „grössenwahnsinnigen kleinem Nachbarn“ stehe ich seit über zwanzig Jahren in der Kurve, verbunden mit Leid und Freud doch nie mit Größenwahn und/oder mit der Aroganz eines Salmis.

Hat der FC St.Pauli als Saisonziel einen internationalen Wettbewerb ausgerufen, wie im Vorjahr der Club aus Schenefeld-Ost, die dieses Ziel im Stile einer Söldnertruppe verhunzt haben? Nein! Klassenerhalt ist das Ziel und das der FC St.Pauli in Liga 1 seine Pflichtspiele absolviert, dies in einem Stadion tut, welches grundsolide von einem Club rekonstruiert wird, der schon Pleite war und einen sportliche und finanzielle Wiederauferstehung vollbracht hat.

Diese Saison ist die Belohnung für Jahre harter Arbeit.

Was die St.Ellinger übersehen ist ihre eigene Entwicklung, denn der Bundesligadino war über Jahre der Club in Deutschland, der seinen eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher lief.

Nun gut! Die Anhänger des anderen hamburger Vereins nehmen die Vormachtstellung in der Hansestadt für sich in Anspruch und der unangebrachte Eingangssatz auf dem Flyer sei den Folks mal mit einem mitleidigem Lächeln nachgesehen, den immerhin steht der FC St.Pauli sowie z.B. auch der SV Werder Bremen in den allgemeinen Beliebheitsskalen vor den Salmis, was auch der „Derbymarsch“ nicht ändern wird. Die Aktion als solche wird auch von mir keine Bewertung erfahren, nur soviel: „Warum den nicht?“

Derbymarsch

Hallo HSVer!

Die Zeit des Wartens ist vorbei! Der Treffpunkt für den Derbymarsch befindet sich vor dem alten Karstadt-Gebäude in der Neue Große Bergstraße in Altona. Ab 12.00 Uhr wollen wir uns hier mit allen HSVern treffen, die das Derby im Stadion und drum herum verfolgen werden. Ab 12.30 Uhr geht es zu Fuß zum Stadion. Zur Neue Große Bergstraße gelangt man ganz einfach durch den gleichlautenden Ausgang der Unterführung des Bahnhofs Altona.

Eine Bitte: Achtet bitte darauf, dass ihr einen klaren Kopf behaltet und nicht übermäßig trinkt. Die Polizei wird eine Null-Toleranzstrategie fahren. Denkt daran und habt auch und vor allem die Sicherheit aller im Hinterkopf! Übermäßiges Rumgeprolle hinter Polizeiketten ist ziemlich daneben. Faschos, Rassisten und Leute, die meinen mit Faschosprüchen provozieren zu wollen, haben in dem Marsch nichts zu suchen! Für diese Scheiße haben wir keinen Platz. Bleibt zu Hause!

Ansonsten freuen wir uns auf eure Teilnahme!

Cool, sehr cool finde ich den Schlußsatz und ich ziehe meinen Hut, wenn die Anhänger des HSV diese Linie weiter so erfolgreich durchziehen, wie es in den letzten 15 Jahren gemacht wurde, erfolgreich gemacht wurde!

Der Derbymarsch garantiert ja dann zumindest auch, dass die Vorortler sich nicht groß im Großraum Altona verlaufen….

Ich hau‘ hier einfach mal ein „Willkommen am Tor zur Welt“ raus und wünsche uns ein spannendes torreiches 130. Derby am Millerntor!

Was mich allerdings sehr befremdet hat, ist dieses Plakat.

Den Initatoren kann ich nur empfehlen, einfach die €uronen aus Stellingen zu nehmen und eine gute Gastgeberrolle zu spielen. Es ist doch schon etwas seltsam für die HSVer, sich als Gäste in „ihrer“ eigen Stadt zu fühlen und das Schöne ist doch, dass die drei Farben dann auch wieder vom Kiez und aus der Schanze verschwinden werden, aber ein paar €uronen in die richtigen Kassen fliessen lassen.

Ebenso überzogen finde ich dieses Motiv, welches von „USP“ entworfen wurde:

Mir fehlt bei den „USP“ Reaktionen einfach die Ironie, die wir „Old Schooler“ in den Farben „Bruun Wit“ über Jahrzehnte pflegen.

Wie ich persönlich zu der „USP“ stehe, sollte den Leserinnen und Lesern ja nicht verborgen geblieben sein! Den offenen Brief der USP an die 1. Mannschaft lese ich ebenfalls mit gemischten Gefühlen. Er ist aber doch gelungen: „Brief an die Mannschaft“.

Meine Einstellung findet sich in den Zeilen teilweise wieder, denn…

Ich freue mich mit Euch, den Mannschaften, den Fans und anderen fairen Zuschauern zusammen den Derbytag zu feiern und zur Belohnung die Punkte am Millerntor zu behalten.

Ihr könnt erneut Vereinsgeschichte schreiben, wichtig(st)e 3 Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt holen und es ist meine ERSTES Derby am Millerntor und ich wünsche uns den ersten Heimsieg in dieser Spielzeit!“

QuoteniRud.us

Kasse oder Klasse (3PFSP€FDB): 3 Punkte für St.Pauli – €uronen für die Bookiegötter

FC St. Pauli – Hamburger SV
3,40 3,30 2,05
Handicap (1:0)
1,65 3,55 3,60

2,25 Units X@3,3
3,39 Units HCX@3,55
2,81 Units HC2@3,60

Roi: – 40,34 %

Vorüt Bruun Wit! Part 2

Mathias Hain, die Sele zwischen den Pfosten wird im Derby nicht spielen. Dafür könnten aber Gerald „Asa“ Asamoah seinen ersten Punkspieleinsatz als Einwechselspieler bekommen.
Denis Naki gehört nach abgesessener „Ein Spiel Disziplinarsperre“ wieder zum Kader. Nach der gezeigten Leistung gegen Köln, gehören mMn Charles Taky und Fabian Boll nicht in die Startelf. Rouwen Hennings wäre bei mir ab der Minute 60 eine Einwechseloption. Für Fabian Boll wäre Timo Schulz, für Charles Taky Fin Bartels die Optionen. Rouwen Hennings könnte dann Max Kruse ersetzten, den ich mit Denis Naki von Beginn an spielen lassen würde. Ebenso in der Anfangsformation würde ich Florian Bruns begrüßen wollen. Zudem benötigt Carsten Rothenbach nach einer schwachen Leistung in Köln einen Leistungsschub. Ein Alternative sehe ich zur Zeit hier leider nicht.

Schlüsselspieler beim HSV ist z.Zt. für mich Zé Roberto, der über riesen Assist- Qualitäten verfügt. Zudem gilt es klar „Van The Man“ van Nistelroy auszuschalten. Ruud muß schon vor der Ballannahme extrems gestört werden, den er sucht sofort den Abschluss, was zu vermeiden ist.

Im Gegensatz zu der Leistung in Köln, muss Pressing und Spiel hinter dem Ball extremst verbessert sein und jeglicher Ansatz eines Spielflusses des HSV gestört werden. Erobern von zweiten Bällen ist ja mittlerweile im Spiel kein grosser Schwachpunkt mehr.

In der Offensive sollte im Abschluss konzentrierter agiert werden. Laufbereitschaft und rouchierende Außenpositionen aus der Mittelfeldreihe sind nach wie vor die stärkste Waffe des FC St.Pauli.

Mucke

Aus Hamburg „I-Fire“! Der Silberling ist mir am vergangenem Freitag von meinem Arbeitskollegen und Vorgesetztem „Claus mit C.“ gereicht worden und bereits „durchgezappt“ flashte mich der Titelsong nach dem gelungenem „Intro“ auch ’n cooles Motto für das 2. Heimspiel des FC St.Pauli:
„Bigger Better Hotter“


3 Responses to “FC St.Pauli: Misson Derby #130 – Besuch aus Vororten am Tor zur Welt – Salmi-Arroganz am Millerntor!”


  1. 19. September 2010 um 09:58

    Sehr schön, daß beim Derby-Marsch nun doch noch eine solche Abgrenzung gegenüber Faschos und Rassisten im Aufruf stattgefunden hat. Dies habe ich bei den ersten beiden Aufrufen definitiv vermißt. Leider wird der Gewalt nicht auch noch eine Absage erteilt – was nach den ganzen „mehr Hass“-Forderungen angebracht gewesen wäre in meinen Augen. Die Reaktionen durch die Plakate im Viertel sind mehr als traurig, erbärmlich sogar – man kann nur hoffen, daß die Vernunft sich durchsetzt und nicht der in den Gewaltandrohungen enthaltene Stumpfsinn – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    Vom Spielverlauf her sollten wir meines Erachtens weniger auf den Gegner schauen, sondern so gut es geht unser Spiel durchziehen. Wird schwer genug. Für den HSV aber auch. Der magische FC St. Pauli will heute Punkte haben!

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