29
Dez
10

#FCSP „Let’s Fuck The World With All It’s Trend“ – Sozialromantiker – Unter einen Hut bringen? Das reicht nicht Herr Meeske und zeitnah is‘ dieser Tage auch die Deutsche Bahn!

Vorüt Bruun Wit! Augen auf die Haupttribüne!

Die 11Freunde (»Die Zeit der Treffen ist vorbei!«) haben das Thema entdeckt. Was da so in den Kommentaren abgeht…Nu ja, vielleicht die Schadenfreude, warum es beim FC St.Pauli anders sein sollte, als bei anderen „Marktkonformen-DFB-Bundesliga-vermarkteten-Vereinen“ oder aus Neid, das es beim FC St.Pauli anscheinend doch noch anders sein könnte…

Und die http://www.taz.de titelt „Fan Rebellion am Millerntor“. Na hoffentlich!

U.a. zu lesen:

FC-Geschäftsführer Michael Meeske kündigte am Dienstag gegenüber der taz an, die Clubverantwortlichen – derzeit größtenteils noch im Urlaub – würden sich „sehr zeitnah mit dem Aufruf befassen“. Solche Kritik sei „legitim“ in einem Verein, der „von einer intensiven Diskussionskultur“ lebe. Es gehe nun darum „die Vermarktungsrichtlinien noch genauer zu fassen“ und die „unterschiedlichen Zielvorstellungen von Medien, Sponsoren und Fangruppen“, so Meeske, „unter einen Hut zu bringen“.

„Unter einen Hut bringen“…“mit dem Aufruf befassen“ ??

Befassen tue ich mich alltäglich z.B. mit dem Wohnungsputz, doch sauberer wird davon hier auch nichts!

Meeske & Co sollen sich nicht „befassen“ sondern konstruktive Wege beschreiten, bevor von der Basis unangenehme Schritte eingeleitet werden.

Es geht weiter! Die Fanverarsche Part II³ oder was? „Legitim“ sei es also, sich Gedanken zu machen, Forderungen zu stellen, um dem Einstieg und viel zitierten „Freudenhaus der Liga“ und seinen Besuchern den Charakter zu retten, einem Besuch eines Heimspieles am Millerntor das Besondere zu erhalten, nicht total „Bundesliga- Marktkonform“ zu werden?

Ich glaube, der Herr Meeske nimmt die Aktion www.sozialromantiker-stpauli.de nicht so richtig ernst.

Sicherlich ist in dem zitierten Absatz nicht ein voller Wortlaut des Herrn Meeske zu lesen, doch die Wortfetzen reichen, um im Vorfeld schon Vermutungen über den Ablauf zur Findung einer Neufassung der „Vermarktungsrichtlinien“ anstellen zu dürfen.

Da sitzt dann das Gremium der UFA Sport/Sportfive und des Clubs und formulieren ein Manifest, welches die Seele des aufkeimenden Protestes (z.Zt. 2.277 Unterzeichner) mit schwamigen Sätzen beruhigen will?

Das reicht noch nicht Herr Meeske, und zeitnah is‘ dieser Tage auch die Deutsche Bahn!

Herr Meeske sollte klar darlegen, was im Bereich Sponsoring zur Zeit für Aktionen kontraktlich zugelassen sind und wann diese Kontrakte enden, detailiert gegliedert was wie von wem gesponsred wird und werden darf, audiovisuell, visuell und akustisch (z.B. Mannschaftsaufstellung audiovisuell – nein|visuell – nein|akustisch – ja Eckbälle: audiovisuell – nein|visuell – nein|akustisch – nein En- und Auswechselungen audiovisuell – nein|visuell – geplant|akustisch – nein)!

Weiterhin erwarte ich von Herrn Meeske die Offenlegungen, in wie weit langfristige Bindungen im Bereich Business Seats bestehen, welche Verlängerungsoptonen die jetzigen Nutzer/Kunden/Partner haben und wie sich die tatsächliche Auslastung der Business Seats darstellt.

Hinzu erwarte ich folgende Eckdaten:

– Feste Einnahmen aus Vermietung der Business Seats
– Feste Einnahmen aus Vermietung der Clubseats
– Feste Einnahmen aus Vermietung der Logen

Kalkulatorischer Aufwand im Cateringbereich H4 H5 H6 inkl. Logen, Ballsaal und Welcome Area:

– per Loge
– per Business Seat
– per Club Seat
– pro Kopf der „V.I.P“ Besucher ges. inklusive Club Seats

Angenommener Investitionsaufwand bei Rückbau von Business Seats in den Bereichen H4 H5 und H6 anteilig gegliedert nach der Rückbaukapazität inklusive Angabe der Anzahl der entstehenden „normalen“ Sitzplätze (Public Seats).

– ca. 10%
– ca. 15%
– ca. 20 %

Dies unter Berücksichtigung von Einnahmen durch Verkauf von Dauerkarten für diese dann neue geschaffenen Bereiche ab der Saison 2011/2012.

Vorrangig erwarte ich von Herrn Meeske ein Augenmerk auf eine Umgestalltung des Stadionbereiches Haupttribüne H4 H5 H6 – „Business Seats“ zu richten. Darüber hinaus sollten ergänzend die Pläne für das Rekonstrukt und die damit verbundene Platz- Struktur der neuen Gegengerade und der neuen Nordkurve detailiert vorgestellt werden.

Herr Meeske selbst gab an, mit einer Auslastung (Süd & Haupt) von 2/3 teln kalkuliert zu haben („Mein linker, linker Platz ist frei – zumindest im VIP-Bereich“ abendblatt.de 29.09.2010) Diese Kalkulaton sei übertroffen, aber Zahlen sind keine bekannt. Diese Zahlen sollte Herr Meeske dann ebenfalls nach den Bereichen S2, H4 , H5, H6 aufgliedern.

In diesem Artikel kommt auch Herr Stefan Schatz zu Wort.

„Wir haben das auch schon angeprangert“, sagt der Fanbeauftragte Stefan Schatz, der ein generelles Problem am Millerntor erkannt hat. Seiner Meinung nach gibt es zu wenig günstigere Sitzplätze, auf die Fans, die nicht mehr stehen wollen, wechseln können.

Hier erwarte ich von Herrn Meeske, dass auch dieses Thema behandelt wird und konkrete Zahlen genannt werden, wie z.B. „Breakeven“ der Rückbaukosten nach Staffelung (siehe oben) bei einem annehbaren DK-Preis für einen neu geschaffenen „Public Seat“ Bereich nach Rückbau.

Sie würden somit einen „Rooooaaaar Transfer“ in den Sitzplatzbereich einleiten können, denn eins können wir ja nicht (mehr), die Schnauze halten und der Club könnte hier weitere langfristige Einnahmen planen.

Ich persönlich wünsche seit 2 Jahren aus dem Stehplatzbereich NORD auf einen Sitzplatz Haupttribüne zu wechseln.

In Erwartung, dass die Herren die Zeichen richtig deuten, hoffe ich auf Vorschläge und nicht auf veränderte „Zielvorstellungen“.

Tritt dies nicht ein, sehe ich Herrn Meeske als Geschäftsführer in einem Umfeld eines eingetragenem gemeinnützigen Verein als deplatziert.

Im übrigen hat der FC St.Pauli Leitlinien verabschiedet.

Diese sollten bei allen Überlegungen Berücksichtigung finden! Kleine Gedankenstütze gefällig?


2. Der FC St. Pauli stellt sich dieser gesellschaftlichen Verantwortung und tritt über den sportlichen Bereich hinaus für die Interessen seiner Mitglieder, Angestellten, Fans und Ehrenamtlichen ein.

3. Der FC St. Pauli ist ein Stadtteilverein. Hieraus zieht er seine Identifikation und hat eine soziale und politische Verantwortung gegenüber dem Stadtteil und den hier lebenden Menschen.

4. Der FC St. Pauli vermittelt ein Lebensgefühl und ist Sinnbild des authentischen Sports. Dies ermöglicht eine Identifikation mit dem Verein unabhängig von etwaigem sportlichen Erfolg. Wesentliche Merkmale für diese Identifikationsmöglichkeit sind dabei besonders zu fördern und zu schützen.

5. Toleranz und Respekt im gegenseitigen Miteinander sind wichtige Eckpfeiler im FC St. Pauli.

11. Die aktive, d. h. in erster Linie die auch am Spieltag vor Ort engagierte Fanszene bildet das Fundament für die Emotionalisierung des Fußballsports, welche wiederum die Grundlage der Vermarktungsfähigkeit des FC St. Pauli darstellt.

14. Das Wesentliche beim Sport ist das Spiel der Mannschaften, deshalb soll dieses auch im Vordergrund stehen. Die Atmosphäre wird geprägt durch die Interaktion zwischen Fans und Spielern. Das Rahmenprogramm zeichnet sich durch Sachlichkeit sowie vereins- und stadtteilbezogene Informationen aus.

Insbesondere Punkt 11 sollte Herrn Meeske und seiner Truppe hier das „Wofür“ vorgeben, denn auch dieses „Fundament“ hat zu dem bisher Erreichtem beigetragen. Besser noch! Ohne dieses „Fundament“ wäre Herr Meeske nicht in seiner jetzigen Funktion für den FC St.Pauli tätig!

Mucke

„Let’s Fuck The World With All It’s Trend“

Scars On Broadway – „They Say“



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