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Motto im Jahr Einhundertundeins:Vorüt Bruun Wit – Bring Back Sankt Pauli! Was erlaube Sportchef Helmut?

Vorüt Bruun Wit – Bring Back Sankt Pauli!

abendblatt.de – Schultes Appell: Gemeinsam für ein neues „Millerntorwunder“ gab es zu lesen, statt mein Statement im Vorfeld des Freiburg Clashes zu beenden. Aber werte Leserschaft! Habt Angst, denn der Blogpost kommt! Nur erstma‘ will ich mein Befremden, mein erneutes Befremden zu unserem ehemals sehr geliebten Helmut S. ablassen. Ja ! Klar! Mit Bananen haben wir ihn „beworfen“, seine damalige Lieblingsfrucht, von allen lieb‘ gemeint und so auch von ihm verstanden. Und nu‘ reiht sich Helmut Schulte in die „Bananenrepublikaner des FC St.Pauli“ ein, vorgeschickt oder vorgeprescht? Er appelliert an die aufkeimenden Protestler, wie schön es alles war, was die Fanszene erschaffen hat, das die „„Langzeitfans“ leidensfähig seien.

Er spricht von „Frustration“, da weniger Spiele gewonnen werden und dieser Frust soll im Schwerpunkt im „Kreis der Zuschauer, die nach zwei Aufstiegen und der Fertigstellung zweier neuer, zeitgemäßer Tribünen dazu gekommen sind“ verbreitet seien. Diese hätten halt noch nicht die feste Bindung, wie, zum Teil in Ehren ergraut – St.Pauli im Herzen, die „Mehrzahl Altgedienter, die dort ihr neues Zuhause (Anm. auf den „zeitgemäßen Tribühnen“) selbst erst noch finden müssen“ und natürlich auch die, die „noch keine so verfestigte Bindung zum FC“ haben wie etwa die „Stammbesucher“ der Nordkurve, der Gegengeraden oder die Zuschauer, inclusive Ultras, auf der Südtribüne“.

Hallo? Jemand da? Herr Schulte, unternehmen Sie hier den Versuch die „Geister“ die der FC St.Pauli rief, ruft und weiter rufen will in der Fanszene salonfähig zu reden?
Ehhhhmmmm falsch!
Versuchen Sie, die „Sozialromantiker“ salonfähig zu reden? UUUPPPS? Was denn nu‘??

Die Bewegung „Bring Back St.Pauli“ hat sich gefälligst den Zielen unter zu ordnen.

OK, meinethalben, dann setzten wir uns dazu alle schön brav die Braun Weiße Seppelkappe auf und spielen für das Präsidium und die Fans, „die noch keine so verfestigte Bindung zum FC haben“ die Harmoniekasper.

Denn es ist ja die Pflicht eines jeden „Langzeitlers“ oder „Ultras“, den Besuch am Millerntor zu einem Event, zu einem Erlebnis, mit allem Drum und Dran und Gehen und Kommen, zu gestallten.

Verwaiste Filetplätze auf der Haupt kurz vor Ende der ersten Halbzeit, nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit und/oder ab der 80. Minute, wenn die Heimkasper mit 2 Toren zurückliegen und die „Langzeitfans“ und „Ultras“ weiter ihren Supportpflichtengelüsten nachkommen, ist für den „solventeren“ Besucher von Business Seats oder Logenmietern zugestanden, denn die finanzieren ja unsere sportlichen Ziele, sichern den Umbau von Trainingsgelände und Stadion. Klar! Hab‘ ich total vergessen!

Gleich weiter geht es mit dem dezenten Hinweis, dass wir alle ja „zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit unseres Vereins“ die Business Seats und Logen betreiben müssen um den „FC St.Pauli fest unter den Top 25 deutscher Fußballklubs zu etablieren“ und selbstverständlich „ist es gerade bei einem Stadtteilverein wie dem unseren ein ständiger Drahtseilakt zwischen Kommerz und Kultur, unter Bedingungen des Profifußballs funktionieren zu können“. Herr Schulte sieht es einfach, er erkennt es!

Die „Langzeitfans“ und die „Ultras“, die, die „sozialromantiker-stpauli.de“ Ini untertützen, haben kein Bock auf dieses Phrasengedresche.

Große Worte, keine Aussage sondern noch verkappt eine Befürchtung mit auf den Weg, denn „um ein neuerliches Millerntorwunder möglich zu machen, brauchen wir in der Rückrunde jeden einzelnen Fan mit seiner ganzen Leidenschaft für die Mannschaft. Eine Kluft zwischen verschiedenen Lagern wäre tödlich“.

Mit dieser Aussage, Befürchtung, welche ich nicht als „taktische Bangemacherei“ deuten möchte, appeliert Herr Schulte an den Support der Ränge, an das was „Unsere Anhänger seit Mitte der 1980er-Jahre“ an „Atmosphäre geschaffen“ haben, welche „im deutschen Fußball einzigartig ist.“.

Aber begehrt dieser Teil des Vereins auf, gefährdet er die Harmonie, die die Mannschaft benötigt um den Klassenerhalt zu schaffen?

Alter! Und wenn nicht Klassenerhalt?

Dann bleiben die Seats leer und der Rückbau wird ein Muß?
Das Budget wird geringer, somit auch der finanzielle Rahmen, in dem sich Herr Schulte bewegen kann, um die Mannschaft für anstehende Aufgaben zu formen.
Ja und? Das ist der Job des Herrn Schulte!

Herr Schulte hat sich ja schon zu einem anderen Interview bei Jeky’s „Fabulos Sankt Pauli“ Schelte abgeholt, aber so wirklich ernst überdacht, hat Herr Schulte seinen Standpunkt wohl nicht.

Ich finde es ja Klasse, wenn Loyalitäten gelebt werden, ich tue dies ja auch und stehe am Millerntor und unterstütze im Rahmen einer passiven Mitgliedschaft (AFM) und dem Kauf von Merch, Verzehr im Stadion und Bassbariton in der Kurve die Geschicke des Clubs, halt im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Aber wenn ich mich verarscht fühle, haue ich auf die Tonne und da der Herr Schulte mir am Millerntor mehr Freude als Kummer bereitet hat, hoffe ich einfach mal, dass er sich künftig weiter und mehr auf seinen Aufgabenbereich konzentriert und sich nicht als „Verkäufer“ der „vereinspolitischen Entscheidungen des Präsidiums“ versteht, um die Kommerziellen Maßnahmen an den „Langzeitfan“ zu bringen.

Und der Herr Schulte hat ja noch einen schönen Versuch gestartet:
Das Klassenziel im Zusammenhang mit der „Bring Back Sankt Pauli“ Bewegung den Stempel der Kontraproduktivität leicht aufzudrücken.

Klappt vielleicht bei der Zielgruppe, denen Sie die Toleranz zugestehen, die dem Langzeitfan oder dem Ultra abverlangt wird, wenn der „Fan, der noch keine „so verfestigte Bindung zum FC hat“ der Leistung der Mannschaft weniger Respekt zollt, als dem Catering in der Halbzeitpause oder nach dem Spiel. Ich habe den Eindruck, das ich langsam zum Lemming mutieren darf, lieber FC!

Doch die „leidensfähigen Stammfans“ kommen auch in Liga 2 oder 3 wieder. Der „Fan, der noch keine „so verfestigte Bindung zum FC hat“ sitzt bei einem Abstieg vielleicht noch eine Halbserie im Stadion, fühlt sich dann aber sicherlich in St.Ellingen wohler, da dort ja die Punkte für Europa erspielt werden und das Catering eben so gut ist.

Zudem hat mensch sich im Fankreis an der Müllverbrennung ja auch schon mit dem arangiert, was dem etwas anderen St.Pauli- Fan jetzt über eine Toleranzschiene abgerungen werden soll.

Das ist einfach nur billig.

„Sportlichen Erfolg nicht durch interne Zerrissenheit gefährden“ ist eine Aussage, die einem Schlag ins Gesicht gleicht!
Diesen Apell sollten sich mal einige Herren im Präsidium zu Gemüte führen, den bisher sehe ich aus dieser Richtung sehr überschaubare bis keine Reaktionen.

Es wird Zeit zum Einlenken und das beinhaltet Zahlen auf den Tisch! Kosten, Kalkulationen, Konzepte und keine Phrasendrescherein in Medien, egal ob Sympathieträger dafür vorgeschickt werden oder ein Herr Meeske sich selbst interviewen lässt.

Es gibt eine Aussage, die seitens der Vereinsführung anscheinend nicht ganz verstanden wurde:

„Es reicht“!

Na gut, was ich klar unterstütze und teile ist, dass der Support der Mannschaft nicht unter dem Kampf „Bring Back St.Pauli“ leiden darf. Mehr aber auch nicht, mehr….

Edit:
Von mir ebenfalls zum Thema:
Elbphilharmonie & Operettenhaus Millerntor: Euer „Pauli“ wollen wir nicht – mein St. Pauli braucht euch nicht!

„Let’s Fuck The World With All It’s Trend“ – Sozialromantiker – Unter einen Hut bringen? Das reicht nicht Herr Meeske und zeitnah is’ dieser Tage auch die Deutsche Bahn!

Mucke

Mellow Mark – Alarmstufe Rot (Dank an „schiffskoch“ & @KiezkickerDe )


5 Responses to “Motto im Jahr Einhundertundeins:Vorüt Bruun Wit – Bring Back Sankt Pauli! Was erlaube Sportchef Helmut?”


  1. 13. Januar 2011 um 12:47

    Für mich entscheidend: weder hat Herr Schulte die Entscheidungen getroffen und durchgeführt, die zum Fanprotest geführt haben, noch ist er das offizielle Sprachrohr bei diesem Konflikt. Wir sollten uns nicht zu sehr auf ihn einschießen, sondern mehr darauf, daß das Präsidium schweigt. Natürlich sind diese Aussagen kritisch zu bewerten (wie auch bei mir geschehen), doch viel wichtiger ist es, diese Kritik lautstark und sichtbar am Samstag zu verdeutlichen. Damit die Vereinsführung nicht mehr länger schweigen kann.

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