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#fcsp „….und damit werde ich diesem Verein nicht gerecht…“- Holger Stanislawski am 13.04.2011″

Vorüt Bruun Wit!


Nun geht er, der Holger! Freiwillig! Gute Entscheidung! Sehr gute Entscheidung!
Das sei mal klar gesagt, denn nach den erfolgreichen Jahren, der Aussicht auf den Klassenerhalt, der sich mittlerweile ja in Wohlgefallen aufgelöst hat, ist dies der Weg, den eine Club- Ikone wählen muß.
Er bewahrt sich den Status beim FC St.Pauli, den er verdient und wahrscheinlich bleibt er bei dem jetzigen Fankreis so unvergessen, wie bei den „Ergrauten“ solche Trainer wie Michael Lorkowskie, Willi Reimann, Uli Maslo, Helmut Schulte und Dietmar Demuth.

Nehmen wir letzteren, denn mit Dietmar „in Demut nach oben“ Demuth könnte mensch vermuten, wie die Trainerkarriere des Holger S. beim FC St.Pauli nach dem einem Erstligaabstieg geendet hätte.
2001 sensationell in die erste Liga aufgestiegen, dann ging es für die Saison 2002/2003 zurück in die zweite Liga und nach einem verkorksten Saisonstart war Schluß. Der Mann, der Willi Reimann im März 2000 beerbte wurde nach Spieltagn entlassen. Ditmar Demuth glänzte mit klasse Interviews, Ausschnitte seiner Ansprachen konnte mensch als Podcast via der Homepage des FC St.Pauli anhören. Dietmar war der richtige Mann am richtigen Platz….zur richtigen Zeit. In seiner Erstligasaison verlernte die Mannschaft das Siegen, ebenso wie es die heutige Truppe anscheinend ebenfalls verlernt Punkte zu sammeln. Mit 4 Siegen 10 Unentschieden und 20 Niederlagen ging der FC St.Pauli 2001/2002 aus der 1. Bundesliga ab. Der damalige Erstligaabsteiger startete dann mit 1:8 Toren in die Saison 2002/2003:
4:0 Auftakt in Frankfurt, trainiert von Dietmars Vorgänger Willi Reimann
0:4 beim ersten Heimspiel gegen den LR Ahlen (jetzt Rot Weiss Ahlen derzeitiger Drittligist).

36 Mann zählte der damalige Kader, Holger Stanislawski einer von ihnen.

Was „damals“ schief ging, steht nicht zur Debatte, doch es ist sicherlich eine Erinnerung wert.
Auch wenn die derzeitigen Verantwortlichen sich bisher nicht den für allgemein gültigen gehaltenen „Mechanismen“ im Profifußball beugten, ist eine solche Entwicklung ja nicht unbedingt auszuschliessen.

So nimmt Stanislawski freiwillig seinen Hut, verzichtet auf 250 K €, die ihm vereinsseitig angeblich für den Verzicht seiner Ausstiegsklausel geboten wurde und wendet sich einer neuen Herausforderung zu.

Ganz klar wünsch ich Holger dafür viel Glück und jeden 3er den er machen kann, außer die gegen den FC St.Pauli.

Ich nehme ihm den „Totenkopf im Herzen“ ab.

Als „Jungprofi“ konnte mensch Holger, flankiert von z.B. Olli Schweißing, auch bei einigen Spielen der Amateure unterhalb der Tribüne auf der Gegengeraden sehen. Holger Stanislawski hat eigentlich, auch bei Niederlagen, bisher immer gewonnen. Seine Art, auch wenn ihm bei einigen Vertragsentscheidungen berrechnendes Verhalten nachgesagt wurde, war stets ehrlich, ungeschminkt aber auch nicht zu undiplomatisch. Bedingungslos hat er sich vor „seine“ Jungs gestellt, auch dann, wenn eigentlich klare Worte ok gewesen wären. Es kam aber uch vor, dass ich bei seinen Einwechslungen den Kopf schüttelte, dann aber halt auch klar eingestehen darf, das Holger in der sportlichen Verantwortung weentlih näher am Team ist, die Trainingsleistungen und mentalen Strömungen kennt, um seine mit André „Truller“ Trulsenabgestimmten Entscheidungen, zu akzeptieren.

Nun geht er seinen Weg weiter. 18 Jahre St.Pauli- like, eine Schule für das Leben, eine Träne im Knopfloch. Das ist in Ordnung. Seine Befürchtung, dem Verein in Zukunft nicht mehr gerecht zu werden, kann ich bedingt folgen. Für was Holger den Weg freimacht, werden wir in den kommenden Wochen mit Spannung verfolgen. Ich hoffe, ich brauche in den nächsten Wochen hier nicht einen ähnlichen Blogpost in Sachen „Tru! Tru! Trulerball“ schreiben….

Hoffenheim? Na klar! Warum nicht? Die Truppe hat ein gesundes Fundament. Dietmar Hopp wird dort einen Konsoldierungskurs fahren, die Mannschaft wird dort in den nächsten Jahren einen Umbruch erfahren, da ist Holger Stanislawski ein geeigneter Kandidat. Die Hopp Millionen sitzen nicht mehr so locker, es ist Zeit für „Payback To Hopp“ in Sinsheim und Holger Stanislawski ist ein Typ, der dies mit tragen kann.

Mit „wenig Moos viel los“ hat Holger Stanislawski sehr erfolgreich beim FC St.Pauli gearbeitet.

Zudem, im Falle eines vorzeitigen Vertragsende, bräuchte Holger sich nicht schämen, eine nette Summe an Abfindung entgegen zu nehmen. So Walk On Holger Stanislawski!

Mike Büskens ist bereits als „Plan B“ genannt worden. Warum nicht? Mit Youri Molder an seiner Seite wären sicherlich einige spaßige Momente zu erwarten. Ein „Bewerbungsvideo von Mike, der zur Zeit die Führter trainiert und dort seinen auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert hat, gibt es ja bereits, St.Pauli- like:

…und jetzt gehe ich ma‘ lesen…


3 Responses to “#fcsp „….und damit werde ich diesem Verein nicht gerecht…“- Holger Stanislawski am 13.04.2011″”


  1. 1 pauliane
    13. April 2011 um 19:30

    sehr schöner Text, klasse…. und Büskens würd mir auch gefallen.

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  2. 13. April 2011 um 19:18

    Ich stimme Ihnen zu. Der Zeitpunkt (für ihn) war richtig. Hatte ja schon vor Wochen geschrieben, dass er mir so seltsam distanziert vorkommt, am Spielfeldrand, bei den Interviews. Stereotyp. Nicht mehr Stani. Diese PK hat einiges deutlich gemacht, ich verstehe es besser jetzt.

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