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Apr
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#FCSP Doch noch is‘ ja nich‘ Schluß! Nur Hoffenheim machte mit, Polack sichert Wolfsburg einen Zähler


Vorüt Bruun Wit!

Es ist keine Frage, dass ich so einen Fußball sehen will. Neben dem Wetter stimmte alles. Als wenn es die letzten Woche, die Verletzten, die mündliche Verhandlung beim DfB und die Abschieds-PK nicht gegeben
hätte, sah Wolfsburg eine intakte Mannschaft aus St.Pauli auf dem Platz.

Mehr als ebenbürtig gestaltete St.Pauli diesen Abstiegsgipfel.
Unter dem Strich bleibt ein sehr sehr wichtiger Zähler.
Erneut war die Torausbeute ausschlaggebend, zur Pause hätte die Anzeigetafel locker einen 1:2 oder gar 1:3 Halbzeitstand verkünden können.

Eine unglückliche Fehlentscheidung des ansonsten sehr guten Unparteiischen Dr. Felix Brych hatte einem irregulärem Treffer den Gastgebern die Führung beschert. Diego verlängerte per Ellenbogen ungewollt auf Mandzukic, der klar Offside stand und für Kessler unhaltbar abschliessen konnte.

Zuvor traf bereits der ansonsten abgemeldete Diego in der 33. Minute den Pfosten.

Der FC St.Pauli hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine 2 Toreführung erzielen können. In der 10. Spielminute war es Gerald Asamoah, der aus der Drehung im 16er den Torabschluss suchte, den Ball aber nicht optimal traf.

Von Wolfsburg war bis zu diesem Zeitpunkt nichts Zwingendes zu sehen. Mit langen Bällen wurde immer wieder Grafite gesucht, der bei Markus Thorandt und Marcell Eger allerdings gut aufgehoben war.

Die Viererkette wurde auf den Außenpositionen mit einem überaus einsatzfreudigen Florian Lelle Lechner auf Links und Felgen Ralle Ralph Gunesch auf Rechts komplettiert.

Nach 15 Minuten war klar, wer hier die Ansprüche auf den 3er stellte.
Der FC St.Pauli stand optimal, Lelle gestaltete das Spiel über Außen mit, leitete in der 18. eine schöne Aktion für Charles Takyi ein, der aus halblinker Position an Benaglio scheiterte.

Wie bereits in Leverkusen war der Truppe nicht anzumerken, dass die Last von nun mehr 7 Niederlagen in Folge bremste.

Es wurde um jeden Ball bedingungslos gefightet, dem zweiten Ball wurde nachgesetzt und die Richtung war das Gehäuse der Wölfe. Das Umschalten nach Ballgewinnen klappte gut.

Nach 24 Minuten hatten die Wölfe eine Offensivszene, die Bruns gegen Diego klärte. Der Anhang des VfL forderte einen Elfmeter, ebenso wie Diego, der einen normalen Zweikampf im 16er des FC St.Pauli verloren hatte, mehr nicht.

Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel noch besser. In der 27. Minute rettete Lehmann vor Grafite. Ralf Gunesch konnte einen Flankenball nicht per Kopf klären, Grafite nahm an, doch Lehmann konnte die Pille am 5er gerade noch zur 2. Ecke für den VfL wegschlagen.

Der gut aufgelegte Takyi fand dann in der 33. Minute, scheinbar etwas überrascht eine 100% ige Tormöglichkeit vor.

Einen überlegter Angriff über die „Lelle“-Seite wurde nach einem gewonnenem Kopfballduell von Lehmann im 16er der Wolfsburger über Asamoah überlegt auf die linke Halbposition verlagert.

Kruse zog auf das lange Eck, Benalio war zur Stelle und Charles Takyi verfehlte, leicht bedrängt, aus drei Metern das leere Tor.

Im direkten Gegenzug dann der bereits erwähnte Pfostentreffer von Diego, der von Boll und Lehmann ansonsten aus dem Spiel genommen wurde.

Solche Momente lassen Mannschaften, die sich im Abstiegskampf befinden auch gern zusammenbrechen.
Nicht so den FC St.Pauli, der in der gleichen Spielminute über Rechts Charles Takyi einsetzte. Takyi ging in Richtung Grundline, setzte sich gegen 2 Wolfsburger durch und legte in Höhe des 5ers auf den freistehenden Gerald Asamoah ab. Leider traf Gerald den Ball völlig ungenügend.

St.Pauli dominierte auf den Rängen, unermüdlich wie die Mannschaft auf dem Platz war der Support deutlichst zu vernehmen.

In der 39. Minute zog Ralph Gunesch ab. Kruse hatte ein Anspiel auf links außen zu Ralle abgelegt, der den rechten Winkel anvisierte und knapp verfehlte.

Der anschliessende Abstoß leitete dann die Führung der Gäste ein.

12:3 Torschüsse zu diesem Zeitpunkt und der 4. Torschuss der Wölfe brachte das unverdiente 1:0 Führungstor.

Der FC St.Pauli steckte aber nicht auf, zog weiter mit Willen und Agressivität kompromisslos das Spiel an sich.

In der 43. Minute zog der VfL dann mal einen Spielzug auf, der, über die Grafite vorgetragen, durch Riether nicht verwertet wurde.
Im Gegenzug verpasste Asamoah, von Kjaer entscheidend gestört, eine Hereingabe von Florian Lelle Lechner knapp.

Erstmals dann ein Aufkeimen auf den Rängen der Wolfsburger, die mit „VfL“ Sprechchören den Treffer der unterlegen spielenden Heimtruppe honorierten. „You only sing, when you’re leading“, also Support is‘ anners…Auswirkungen vom Krombacher alkoholfrei?

Tatsächlich gab es daraufhin noch einen gescheit vorgetragen Angriff der Wolfsburger: Hasebe im Doppelpass mit Grafite wurde aber von Thorandt entscheidend beim Abschluß gestört.

In Halbzeit zwei wurde weitergemacht. Der Support startete mit einem deutlichen „Aux Armes“, der FC St.Pauli stellte weiter die bessere Elf.

Der VfL wirkte zu Beginn des zweiten Durchganges erneut fast ratlos.
In der 49. Minute nutze dies der FC St.Pauli durch Florian Bruns fast zum verdienten Ausgleich.

Takyi, der mir ausgesprochen gut gefiel, behauptete den Ball im linken Mittelfeld und spielte einen schönen Pass auf Bruns, der die Pille mit der Brust einen Tick zu lang vorlegte. Marcell Schäfer klärte zu Kruse, dessen Schuß für Benaglio kein Problem darstellte.

Hasebe holte sich in der 50. dann Gelb ab. Er hatte Charles Takyi im Mittelfeld unsauber gebremst. Der Freistoß wurde von Kruse auf Lechner abgelegt, der gleich abzog, das kurze Eck aber verfehlte.

St.Pauli machte weiter, Magath wechselte, nahm Hasebe vom Platz und brachte in der 52. Jan Polak um das 1:0 zu halten.

Nach einem Kopfballduell mit Grafite lies sich dann Marcel Eger in der 54. Minute behandeln, es schien so, als ob dieser Geier „Verletzungspech“ erneut geflattert kam.

Marcel kam aber zurück und sah wie Kjaer nach einem Freistoß aus dem mittlerem Halbfeld und gewonnenem Zweikampf gegen den in dieser Szene etwas orientierungslosen Thorandt im 5er mit der Hacke einen Abschluß versuchte.

In der 57. Minute kam dann Polak zum ersten Abschlußversuch, semmelte nach einer Flanke aber weit am Tor vorbei. In der gleichen Minute erhöhte Stanislawski dann das Risiko, wechselte Deniz Naki für den gelbverwarnten Florian Bruns ein, riskierte so ein wenig die Stabilität in der Defensive. Dieser Wechsel sollte sich noch auszahlen.

St.Pauli marschierte weiter. In der 59. Minute nahm Kruse eine Kopfballabwehr volley ab, aber kein Problem für den Wolfsburger Goalie Benaglio.

Der FC St.Pauli spielete über die linke Angriffseite einen strukturierten Angriff, Kruse passte auf Asamoha, der den Ball im 16 er auf Takyi prallen lies. Charles legte dann überlegt auf Deniz Naki, der keine große Mühe hatte und platziert einschieben konnte. Der mehr als verdiente, ja überfällige Ausgleich in der 60. Spielminute und zugleich der erste Saisontreffer von Deniz Naki, der ansonsten weiter auf der Suche nach seiner Bestform ist.

Diesen Treffer teilen sich vier Spieler:
Kruse, mit dem klasse Anspiel auf Asamoah, Asamoah mit der guten Ablage, Takyi mit dem Querspiel und Naki mit dem überlegtem kalten Einschieben.

In der 63. wird dann gleich nachgelegt, Lelle auf Asamoah, der an der Grundlinie einen Eckball raus holt. Dieser bringt nichts ein. Der Anhang des FC St.Pauli führt mittlerweile uneinholbar, St.Pauli weiter mit Druck, der frisch eingewechselte Denis Daube spielt Lehmann auf Rechts frei, die Flanke findet keinen Abnehmer, Kruse hatte den freien Raum nicht besetzt. Ein total offenes Spiel, St.Pauli klärt hinten aber souverän und marschiert, Wolfsburg verliert fast jeden zweiten Ball. Ein Fehler von Kess lässt dann einen Zwiekampf zum Geniessen entstehen. Thorandt setzt sich grätschend gegen den Wolfsburger Torschützen durch, der Vorteil läuft, wird dann aber doch noch abgebrochen.

Daraus resultiert in der 69. Minute dann die 4. Gelbe für Asamoah, der Grafite in bester Verteidigermanier am 16 er auf der rechen Abwehrseite legt. Den Freekick zieht Diego direkt auf den Kasten, Kessler faustete, wohl die beste Aktion von Diego in diesem Spiel.

Der FC St.Pauli kommt dadurch in Ballbesitz fährt einen Konter mit Naki über Rechts. Kjaer unterbindet diesen auf Kosten eines Einwurfs.
Dieser endet mit Ballbesitz Wolfsburg, die Grafite auf Links schicken. Abseitspfiff. Der VfL findet nicht in dieses Spiel, der Truppe scheint die Einstellung zu fehlen. Aber die St.Paulianer machen es dem VfL schwer, besser gesagt, der FC St.Pauli zeigt, wie eine Mannschaft sich im Abstiegskampf zu verkaufen hat. Es sind noch gute zwanzig Minuten zu gehen.

In der 73. Minute verlässt Diego das Spielfeld. Kein Mann für den Abstiegskampf. Im Gegensatz zu den 11 Spielern des FC St.Pauli, die sich in der 75. Minute so etwas wie einer kurzen Drangphase gegenüber sehen. Das Wolfsburger Publikum quitiert den abschliessenden Torschuß, der weit über das Tor geht mit Ansätzen von Pfiffen.

St.Pauli kommt erneut in die Vorwärtsbewegung, Takyi spielt in den freien Raum der Spitze, doch Kruse war noch zu weit von diesem Zielpunkt entfernt. Benaglio nimmt den Kunststoffball auf und leitet eunen Angriffsversuch der zahnlosen Wölfe ein. Kaum Raumgewinn für die Wolfsburger, St.Pauli steht etwas weiter von den Gegnern entfernt, stellt aber immer noch sehr gut zu. Lehmann drückt im Mittelfeld, den daraus resultierenden Rückpass verfolgt Takyi, Benaglio schlägt das Zuspiel von Kjaer lang aber unkontrolliert raus. Matze Lehmann hat keine Mühe und legt den Ball per Kopf quer auf Takyi. Der schiebt die Kugel in der 77. zu Denis Daube. Daube erkennt die Gasse in die Matze Lehmann läuft und dieser kann unbedrängt die 2:1 Führung für den FC St.Pauli erzielen und unterstreicht damit seine gute Leistung. Es wäre Schade, wenn Matze Lehmann Holger Stanislawski nach Hoffenheim begleiten würde.

„Alez! Forza St.Pauli!“ erschallt in dem Wolfsburger Homeground. Magath bringt Helmes, St.Pauli steht weiter hoch und scheint auf das 3:1 gehen zu wollen, fightet weiter.

In der 83. brennt es in der Hintermannschaft, Eckball für Wolfsburg, wird zunächst geklärt, aus der Situation senkt sich dann eine Flanke in Richtung langem Pfosten, Kessler etwas unsicher und Ralph Gunesch tickt zu Lehmann der lang aus der Gefahrenzone schlägt.
Wolfsburg kam erneut auf und St.Pauli stand nun etwas zu tief, hatte aber noch das Glück des Tüchtigen.
In der 85. Minute kam Marius Ebbers für den Vorzeigeprofi Gerald Asamoah.
St.Pauli stichelt weiter, zunächst erfolgreich, die Wölfe hatte man schon fast im Sack.

Doch noch war ja nich‘ Schluß…

Die 88. Minute naht. Kjaer schlägt lang diagonal auf den rechten Flügel. Naki rutscht ein hochgespielter Pass von Diego- Ersatz Koo über den Scheitel in das Toraus. Koo schlägt die Ecke, Polak setzt sich gegen Eger durch und köpft das unverdiente 2:2. Weder Lechner noch Kessler können den Einschlag verhindern.

Erneut ein brutaler Rückschlag in den Schlußminuten, der St.Pauli insgesamt die Klasse kosten wird, ich zähle hier mittlerweile nun 10 abgegebene Punkte.

Es stellt sich nach diesem Auftritt beider Teams aber die Frage, wer diese Klasse verdient hätte.

Eine relativ leblose Formation aus Wolfsburg sollte die Möglichkeit nutzen, den Weg in Liga zwei als Möglichkeit zu begreifen, den Mannschafts- und Kampfsport Fußball neu zu erfahren, mit oder ohne Magath, garantiert aber mit VW Millionen und einem falschen Anspruch.

St.Pauli, im Falle des Abstiegs, hat sich mit den letzten beiden Auftritten in Leverkusen und gegen den VfL Wolfsburg das Prädikat „Nichtabsteiger der Herzen“ verdient.

Doch noch is‘ ja nich‘ Schluß!

Kasse oder Klasse (3PFSP€FDB): 3 Punkte für St.Pauli – €uronen für die Bookiegötter

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ROI: – 62,37 % (excusiv 100 Units Liquiditätsreserve)



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