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#FCSP JHV, MV, Bademode, Beachvolleyball, 422, Business- Seats – …& ein trauriger „Exkurs“…leider…

 

Vorüt Brunn Wit! – Opener

Die zurückliegende Jahreshauptversammlung war erfolgreich.
Ich konnte dieser zwar nicht bis zum Ende beiwohnen, da unter der Woche auch die letzte Bahn zu rollen drohte und ich wegen einer nicht so tollen Nachricht bereits von Montag auf Dienstag wenig Schlaf fand.

Exkurs

Bernhardt,Altonaer, ein wenig fußballafin, St.Paulianer.
Bernhardt war gestolpert, hatte sich sein genageltes Bein gebrochen.
Im Krankenhaus wurde dann eine weitere Krankheit festgestellt. Bernhard mußte aber keinen langen Leidensweg gehen.
In der Nacht vom 18. auf den 19. November schlief Bernhardt ein. Bernhardt stand kurz vor Abschluss seiner Überlegungen und Verhandlungen um eine Regelung zur Altersteilzeit.

Bernhardt war meine erste Bezugsperson in dem Unternehmen, für welches ich zur Zeit tätig bin.
Er gab mir stets das Gefühl, mehr als ein Kollege zu sein, sprach klares altonaer Sankt Pauliansch und wenn etwas Shysse war, nannte er es beim Namen.

Bernhardt half. Bernhardt hatte mit Fußball nichts aber auch fast gar nichts am Hut.
Trotzdem trug er den Jolly Roger und erkundigte sich häufig über den FC St.Pauli, bei mir.
Wenn er etwas wissen wollte, was die Berichterstattung nicht hergab, wie ich die Situation einschätzen würde, sportlich.

Dies war aber nicht nur sein Interesse an den Vorgängen in und um dem FC St.Pauli, nein.

Es war seine Art, sein Wunsch Themen bei Leuten anzusprechen und aufzugreifen, um sich so dem Menschen zu nähern.

Bernhardt fehlt.
Das sage ich, der „nur“ mit ihm zusammen gearbeitet hat, mit ihm zusammen arbeiten durfte.

Ich wünsche mir für seine Familie, seine Freunde, seine engsten und engeren Freunde, seinen und somit auch meinen Arbeitskollegen Kraft, den Verlust des Menschen, Altonaers, St.Paulianers, dem „4 ever ’n büßchen Rebell Yell“ so gut es geht zu überstehen.

Es wird eine sehr sehr lange Zeit dauern und die Lücke, die Bernhardt hinterlässt ist riesengroß.

In lautem Gedenken, er mochte Johnny Cash. Diese (übersetzte) Textzeile passt zu Bernhardt:

Ich halte es für sehr, sehr einfach, wahr zu sein.(Johnny Cash-Walk The Line)

R.I.P. Bernhardt.

Vorüt Brunn Wit! – Die JHV am 22.11.2011

Erfolgreich, durchaus erfolgreich. Die Herren auf der Bühne sitzend, das Präsidium.

Mein Eindruck leider: Es lag ein offener Affront in der Luft, zumindest hätte ich in einer etwas offensiveren Haltung, das Auftreten einiger Clubdelegierten so deuten wollen.

Der Herr Orth sprach zu uns, den Mitgliedern, das war „ganz toll“.

Doch wenn es etwas wirklich zur Sache dienendes, einen Standpunkt zu einem Sachverhalt zu sagen gab, trat Herr Dr. Gernot Stenger an den Beschaller, bis auf das eine mal, als es um die „Susi“ ging.

Lautsprecher, Schatten- Präsi, Orth- Pittbull? Diese Frage stellte ich mir.

Was die Anträge anging, schien mir die Vereinsführung teilweise sehr schlecht vorbereitet.

„Schlangen-Franz statt Stangetanz“

Peinlich der Versuch von Herrn Orth, den Antrag „Zu untersagende Darbietungen in Räumlichkeiten des Millerntor-Stadions“ zu hinterfragen.

Herr Orth schob z.B. die Frage ein, ob es nach Durchwinken dieses Antrages dann für „Ihn“ (es müßte ja eigentlich für den FC St.Pauli heißen) noch möglich wäre, ein Damen Beachvolleyball Turnier veranstallten zu können oder eine Fotostrecke für Bademoden im Stadion produzieren zu lassen.

Also ehrlich, für Beachvolleyball hat Hamburg zum ersten den Rathausplatz auserkoren und zum zweiten ist der Antrag eindeutig formuliert und wendet sich sicherlich nicht gegen Bademodenablichter.

Zitat: Jegliche Darbietungen nicht oder nur spärlich bekleideter Frauen und Männer in Räumlichkeiten des Millerntor-Stadions werden per sofort untersagt.

Dies gilt insbesondere auch für Mieter von Separées oder Sälen, unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung, der Veranstaltung und der zeitlichen Verbindung zu Spielen des FC St.Pauli.

Entscheidend mbMn aber:

Zu untersagende Darbietungen sind mindestens Stangentanz nackt, nur im Slip, Bikini oder vergleichbarer Kleidung, Striptease, Tabledance oder Vergleichbares.

Nun gut, Damen- oder Herrenbeachvolleyball.

Die Trikotagen sind von den Sportartikelherrstellern durch enganliegende Jerseys & knappe Sporthosen rechtens knapp gehalten. Fotostrecken von Bademode können durchaus auch sehr sexy wirken, klar: „Sex sells“.

Aber dies als Argumentation gegen diesen Antrag anzusprechen glich in meiner Empfindung fast einer Comedy.

Wenn es nicht so traurig wäre, dass der Herr Orth dies anscheinend sehr ernsthaft hinterfragt wissen wollte.

Es hätte nur noch gefehlt, dass der Herr Orth dann noch diesbezüglich vorgeschlagen hätte, den Antrag ablehnend zu bewerten und die Stadionordnung diesbezüglich zu überarbeiten, einen Anbahnbereich im Bereich Süd Ecke Haupt einzurichten und 15 % Vermittlungsgebühr zu Gunsten der Ragazza e.V. einzunehmen und zu spenden.

Ich möchte hier nicht unterstellen, dass die Vereinsführung das Vereinsorgan der Mitgliederversammlung vom Intellekt her nicht richtig einschätzen kann oder gar will, doch so plump ein Bedenken gegen diesen Antrag zu äußern Herr Orth, geht gar nicht.

Somit war Herr Orth auch gut beraten, weitere Redebeiträge zu Anträgen durch Herrn Dr. Gernot Pitbull Stenger erledigen zu lassen.

Ich persönlich habe kein Problem damit, mich verarschen zu lassen. Nur sollte mensch, bei ernsten sachlichen Themen, mir dies doch vorher sagen und nicht mit so plumpen Redebeiträgen versuchen, mir aufzuzeigen, das der Herr Orth und seine Mitsitzer mir geistig überlegen zu sein scheinen, so als Präsi- oder GeFü- dings.

Diese Anmerkung mit dem Beachvolleyball war so was von daneben. Ein einfaches „lasst uns den Antrag ergänzen: exclusive Beachvolleyball oder Fotostrecken für Bademoden“ wäre wesentlich zielführender gewesen und der Herr Orth hatte dafür ja eine Begründung. In meinen Augen hat sich Herr Orth nun diskreditiert und mit seinem Sing Sang die MV als restringiertes Gremium abeingestuft.

422-Rückbau-Bussiness-Seats-Konzept included- Auftrag an die Vereinsführung-abgelehnt!

Nun gut. Die MV folgte hier den Totschlagargumenten des GeFü-Prinzen Herrn Meeske und des Herrn Dr. Präsi- Pittbull Stenger. Demokratisch, akzeptiert. Den ganzen Antrag füge ich (Dank an den kleinen Tod) zum Download oder zur Einsicht als PDF hier ein.

Vorweg der meiner bescheidenen unerheblichen Meinung nach entscheidende Absatz des Antrages:

Eine konkrete Zeitvorgabe ist im Antrag nicht formuliert worden, um die Schaffung der Vorraussetzung für die Umsetzung des Antrages ohne Zeitdruck zu ermöglichen.

In Verbindung mit mit der Formulierung (Zitat)„…deren Mitwirkung im wirtschaftlich verhätnismäßigen Rahmen herbeizuführen“ und „…die MV ist DETAILIERT ÜBER DIE FORTSCHRITTE ZUR UMSETZUNG DES ANTRAGES auf dem Laufendem zu halten, ggf. unter Vorlage der noch entgegenstehenden Vertragsklauseln“ ergibt sich ein klarer Auftrag an die Vereinsführung.

Es wurde die Einnahmeseite oberflächlich beleuchtet, es wurde über einen Kreditvertrag gesprochen, der über 20 Jahre laufen soll und es wurde ein Vermarktungsvertrag der Business-Seats mit der Ufa als Gegenargument in den Saal gestellt.

Wäre dieser Auftrag durchgewunken worden, hätte die Vereinsführung einen klaren Auftrag mit dem Ziel des Teilrückbaus mitgenommen.

Zu jeder JHV hätte die Vereinsführung Ergebnisse vorlegen müßen, die folgende Punkte eindeutig transparent und verständlich erklären.

1.)Prüfung der Verträge mit dem Kreditgeber auf Erfüllung und ggfls. Laufzeitverkürzung

– Wer hat wie geprüft
– Mit wem wurde über Änderungswünsche verhandelt
– Warum wurde nicht verhandelt
– Wie sieht ein/der modifizierte Finanzierungsplan aus

2.)Prüfung der Verträge zur Vermarktung der Business-Seats auf Erfüllung, Laufzeit und Erträge.

3.)Darlegen der Kalkulationen aus Vermietungen bzw. Verkauf von Einzelticket oder befristeten Tickets, wie z.B. der „Elferkarte“ der Bussines-Seats.

4.)Darlegen der Ertragssituation aus Vermietung bzw. Verkauf Einzelticket oder befristeten Tickets, wie z.B. der „Elferkarte“ der Bussines-Seats „Soll“ zu „Ist“

5.)Einschätzung der Auswirkungen aus Punkt 4.)auf Erfüllung der Verpflichtung aus den ausgegeben Anleihen bis 2018

Diese Aufgabe hat die MV der Vereinsführung durch das Ablehnen des Antrages (hier in voller Länge als PDF)leider dem Präsidium erspart.

Allerdings gibt es unter den Interessierten wohl einige Gallier. Herr Dr. Stenger eröffnete auf der MV, das jedes Mitglied die Möglichkeit hat, die Vertragswerke einsehen zu können.

Wie ich beim Heimspiel gegen die SGD erfuhr, gibt es bereits eine Gruppe von gallischen Jolly Rouge tragenden St.Paulianer_innen, die Herrn Dr. Stenger beim Wort nehmen möchten und auf eine Terminvereinbarung drängen, das benannte Angebot zur Kontraktstudie nutzen zu wollen.

In diesem Sinne, erwartet die MV 2012 wohl weiter modifizierte Anträge im Sinne des Jolly Rouge, der Sozialromanik und letztendlich im unserem Sinne, im Sinne des FC St.Pauli von 1910 e.V. Bedenkt, es ist nicht der Verein von Sponsoren- oder Vermarktungslobbyisten, eines Präsidiums oder gar einer gewinn- und profitorientierten Geschäftsführung. Nein. Es ist unser Verein!

In diesem Sinne: We’re Coming Back (Cock Sparrer)

Weiterführende Links zum Thema JHV 2011:

Kleiner Tod:“ Antrag gescheitert, aber nicht umsonst gestellt auf der JHV des #FCSP“

Fabulous Sankt Pauli: „Transparenz schafft Vertrauen“ Das Präsidium des FCSP aber nicht – JHV 22.11.2011

Metalust & Subdiskurse Reloaded: Gunkel for President! Von Zahlensalaten, Drohkulissen, auf halber Strecke sich in die Büsche schlagen und trotzdem einem richtig guten Gefühl.“

StPauli.nu: “ JHV des FC St. Pauli im CCH – ein Hauch von Sozialromantik“

Lichterkarussell.net: „Problemfelder und vollendete Tatsachen“ (Bitte auch die Kommentar Sektion lesen!)

Der Übersteiger: „Wir sind ein Sportverein, oder?“

Weitere Links bitte gern in den Kommentaren posten, natürlich gern mit €uren Anmerkeungen, Anregungen, Wünschen, Ideen!


4 Responses to “#FCSP JHV, MV, Bademode, Beachvolleyball, 422, Business- Seats – …& ein trauriger „Exkurs“…leider…”


  1. 4. Dezember 2011 um 22:42

    Netter Blog, gefaellt mir sehr.

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  2. 29. November 2011 um 21:38

    Zumindest hat der Dr. Stenger extrem schnell auf meine Mail mit der Bitte um zeitnahe Einsicht in die Verträge mit der DKB-Bank und der UFA reagiert. Die gallische Abordnung wird dann beizeiten berichten😉

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