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#fcsp „Doppel Schacht“ am Millerntor! Heimsieg gegen VfL Bochum

Vorüt Bruun Wit!

Foto von @anei_ise

Doppel Sechs mit Boll & Funk, der Powerzwerg Fin Bartels, Kevin Schindler, Mahir Saglik und Seb Schachten waren die Änderungen in der Anfangsformation gegenüber dem Aachen Spiel. Das Trainer Team hatte alles richtig gemacht.

Mit Andreas Bergmann und dem VfL Bochum empfing der FC St.Pauli eine Truppe mit Potenzial und einer ansteigenden Form. Doch von Beginn an war zu spüren, dass der VfL aus Bochum hier eher in der eigenen Hälfte agieren würde.

Sehr auffällig die 4er Kette, die in Person von Markus Thorandt und Seb’ „Doppel Schacht“ Schachten auch Möglichkeiten in der Offensive hatten.
Für Bruun Wit traf gestern nur einer der beiden Abwehrrecken, halt der „Doppelt Schacht“.

Auf der Rechten Bahn sprang mir gleich eine Präsenz ins Auge. Kevin Schindler und Moritz Volz überzeugten. Good Job und Kevin hatte auch nach dem Traumtor durch Azaouagh das 1:1 auf dem Fuß, verzog aber um wenige Zentimeter am langen Eck vorbei. Ja Traumtor Azaouagh! Meine Aussage nach dem gestrigen Livespiel, Bene hätte den auch nicht gehabt, wäre er auf der Linie gestanden wurde nach Ansicht der TV- Bilder untermauert. Den Ausgleich hatte ich mit Ansage im Container verbracht. Der Ausgleichsharndrang führte meinen Weg an die Rinne.

In den ersten 10 – 15 Minuten meine ich ein ziemlich offenes Spiel zur Kenntnis genommen zu haben. Der VfL Bochum suchte den Weg in die Hälfte der Gastgeber. Die 1:0 Führung für die Bochumer kam trotzdem eher aus dem Nichts. Unverhofft kommt oft. Die erste „Chance“ hatte der FC St.Pauli durch Mahir Saglik. Erstaunlich, je näher der Mann dem 16er kommt, desto mehr verlassen ihn seine fußballerischen Qualitäten. In der 13. Minute startete Mahir in die Gasse, wurde von Max Kruse perfekt bedient, wackelte den Bochumer Abwehrmann Acquistapace aus, um dann einen platzierten Kullerball in Richtung Tor zu spielen. Schade, trifft Mahir hier die Pille besser, hätte es sein Spiel werden können. Zu diesem Zeitpunkt war zu sehen, das der FC St. Pauli aggressiv und hoch verteidigte. So wünsche ich es mir.

Und doch kam es eben zum 0:1. Azaouagh nutzte den sich bietenden Raum an der Parallele des 16er und lupfte perfekt.

Dem ging allerdings ein, sagen wir mal unglücklicher Abwehrversuch voraus.

Thorandt drehte sich von einem schwachen Flankenball weg, die Pille prallte kurz in den Lauf des Torschützen, der Rest dann klarer Zungenschnalzer (18.), fußballerisch gesehen.

Es war der erste Abschlussversuch, ja eigentlich die erste Offensivszene des VfL.

In der 23. Minute zahlte sich das Pressing des FC St.Pauli aus. Fin Bartels konnte nach Balleroberung von „Doppel Schacht“ die sehr gute Hereingabe von Moritz Voltz per Kopf nicht verwerten.

Sehenswert in dieser Szene nachdem Ballgewinn die Stafette Saglik auf Kruse, der zu Schindler, weiter zu Voltz, Flanke, Kopfball alles One Touch und am 5er drei potentielle Abnehmer, nice.

Das sah schon wieder sehr nach Fußball aus, was ich nach dem Spiel in Aachen so nicht unbedingt erwartet hatte.

Bochum zeigte sich allerdings hinten gefestigt, reisten mit 4 Spielen ohne Niederlage an (3Siege 1 Remis), was dann die Ordnung erklärte, die der VfL in der Defensive hielt.

In der 26. Minute verwertete Kevin Schindler einen schönen Seitenwechsel. Von Fin Bartels in der rechten Strafraumseite schön freigespielt, traf er das Spielgerät leider nicht voll.

Andreas Luthe hatte keine großen Probleme zur Ecke zu klären.

Der Harndrangausgleich nach Standard, den die nun folgende Ecke brachte, war dann der ersten Treffter von „Doppel Schacht“ an diesem Spieltag.

Eine gut getrtetene Ecke von Paddie Funk schlug neben dem nicht besetzten kurzen Pfosten unhaltbar platziert ein.
Zum ersten Mal in dieser Saison eröffnete sich die Perspektive Klassenerhalt! Yeah!

In der 31. Minute kamen die Bochumer zu ihrer zweiten Offensivszene, die Mahir Saglik auf der Linie nach dem ersten Eckball für die Bochumer klärte. Dabrowski konnte ziemlich ungehindert auf das Gehäuse von Bene Pliquett köpfen.
Allein diese Szene rechtfertigte die Aufstellung von Mahir.

Wie bereits erwähnt macht Mahir bis zum letzten Viertel des Spielfeldes viel gut und richtig, nur auf den letzten 22,5 Metern verlässt ihn noch zu häufig, um nicht immer zu sagen, sein Können.

In der 34. startete Mahir schön aus der eigenen Hälfte in einen langen Befreiungsschlag, wurde aber von Paul Freyer per Foul gebremst. Der gut aber sehr großzügig leitende Schiedsrichter Bastian Dankert aus Süd Warnemünde pfiff und ermahnte Freyer.

Es war bereits die zweite Situation gegen Saglik, wo durchaus Gelb angebracht war.
Um die 28. Minute wurde Mahir bereits auf der rechten Außenbahn von Toski gelbwürdig gestoppt, der sich von da ab Pfiffe bei seinen Ballkontakten anhören musste.

Beide Teams hielten dann den Rest der ersten Hälfte ihre defensive Ordnung, St.Pauli mit mehr Spielanteilen, ohne zwingend zu wirken, traten aber sehr souverän auf.

Die zweite Hälfte startete dann mit einem beherzten Abschluss vom Powerzwerg.

Langer Schlag aus der Abwehrreihe, von Kevin Schindler auf Fin Bartels verlängert, kurze Annahme und Ballkontrolle und den platzierten Schuss klärte VfL Keeper Luthe ohne große Probleme zur Ecke.

Diese konnte dann vom Bochumer Abwehrverbund geklärt werden.

In der Folge dann gutes Aufbauspiel, bis in die Bannmeile des Mahir Saglik zumindest, der in der 58. ein gutes Anspiel von Kevin Schindler 7 Meter vor dem Bochumer Kasten nicht unter Kontrolle bringen konnte.

Das Spiel konnte nicht mehr ganz die Fahrt der ersten Halbzeit aufnehmen. Der VfL stand gut, St.Pauli konnte den Ballbesitz nicht zwingend in Chancen umsetzten blieb aber bis 20 Meter vor dem Kasten des VfL dominant und erarbeitete sich einige Standards.

In der 61. Minute stoppte Freier dann Fin Bartels unfair und kassierte die erste gelbe Karte der Partie.

Der Freistoß brachte Fin dann in Schussposition, der das Gehäuse aber knapp verfehlte.

In gleicher Spielminute wurde der bemühte aber glücklose Mahir Saglik gegen Deniz „23 Naki ausgetauscht. Ein interessanter Wechsel, bedenkt mensch, dass bei Ecken und Freistößen die Kopfballstärke durch Markus Thorandt und „Doppel Schacht“ präsentiert wird, der bewegliche schnelle und ungemütlich zu spielende Deniz Naki mit Fin Bartels und Max Kruse für viel Verwirrung in gegnerischen Abwehrreihen sorgen kann.
Mit Kevin Schindler stand zu diesem Zeitpunkz ja auch noch ein athletischer Typ in der offensiven Reihe.

Genau die Torgefahr durch Thorandt führte dann in der 67. Minute fast zur Führung.

Ein aus dem rechten Halbfeld geschlagener Freistoß konnte aber per Ausfallschritt von Thore nicht unter die Latte gedrückt werden.

Erneut war der Standard als Kurzpfostenvariante getreten. Kevin Schindler verlängerte im 16er per Kopf Richtung 5er.

„Doppel Schacht“ als auch Thore standen allerdings in dieser Situation klar „Offside“.

Der FC St.Pauli steckte nicht auf, machte weiter.

So war die Frage wer den nächsten Treffer erzielen würde, eigentlich nicht zu stellen.

Die seltenen Konteraktionen der Bochumer brachten keine Gefahr, was auch an dem guten Spiel von Carlos Zambrano lag, der sehr sicher ein gutes Stellungsspiel zeigte.

In der 72. Minute, Ballbesitz St.Pauli in der eigenen Hälfte, keimte ganz kurz dann mal ein Situationsroar am Millerntor auf. Dieser wurde leider von den Fahrstuhlsängern auf der Süd nicht angenommen.
Ansonsten hätten „St.Pauli! St.Pauli!“ Rufe in einem stattlich lautem dreckigem Punk- Roar münden können.

In Minute 73 endet dann das Spiel für Paul Freier.
Die zweite gelbe Karte des Spieles und somit Gelb/&Rot holte der P’aul sich ab. Er hatte Paddie Funk im Mittelfeld mit zuviel Körpereinsatz gestoppt.

Und tatsächlich kann St.Pauli Überzahl!
War ja auch nicht immer so.

Offensiv wurde eine 4-4-2 Formation gesucht, die allerdings die Räume in vorderster Reihe für lange Anspiele zu eng machte.

Für die letzten 10 Minuten wurde dann mit Flo Bruns für den gelbverwarnten Kevin Schindler auf Rechts gestellt.

Bochum verteidigte mit den verbliebenen zehn Mann leidenschaftlich, hart und ermöglichte St.Pauli drei Standards in Folge.

Der dritte Standard, es lief die 80. Spielminute, war ein erneut interessante Variante.

Kruse schlug den Ball auf Thore, der im 16er aus Rechtsposition auf den kurzen Pfosten ablegte. Dort bewies Seb’ Schachten seinen Torinstinkt und schob zum 2:1 ein.

Die restlichen 11 Minuten (bei 2. Minuten Overtime) spulte St.Pauli routiniert runter, ohne die Vorwärtsbewegung zu vergessen.

Die zweite Halbzeit betrachtend, war es ein Gedulds- und Arbeitssieg, dem es aber nicht an Leidenschaft und Engagement fehlte.

Einzig könnte mensch sich über einige offensive Situationen nach dem 2:1 beklagen, die nicht gut genutzt wurden.

Tra$htalk…

Nach dem Spiel traff der Kern der Bezugsgruppe dann im Stadion noch @jeky und den @sparschaeler, die es vorgezogen hatten, das Spiel abseits der Meute zu sehen.

Wie ich beim anschließenden „Domschänken–Stell Dich hin und trinke“ erfuhr, ist dies wohl in einigen Fehlinterpretationen geschriebener Worte und einer wohl nicht angenommen oder wahrgenommen Entschuldigung begründet, die im Zusammenhang mit einer Diskussion rund um die Kassenrolle steht. Meiner bescheidenen Meinung sind gerade Heimspiele die Möglichkeit, um Situationen des WEB 2.0 „Face 2 Face“ zu klären. Auf jeden Fall die bessere Lösung, statt sich von der Bezugsgruppe gelöst im Cosmos Bruun Wit zu bewegen. Ja sicher, auch ich bin für spätpubertäre Verhaltensweisen bekannt, meide aber offene Gespräche, gerade in der #BGSP nicht. Denkt ma’ drüber nach…

Der Abend setzte sich mit @anei_ise, @diepauliane und @momrulez im „Backbord“ mit einem Imbiss fort und endete am Hamburger Hauptbahnhof Gleis 14. Dort verabschiedete ich @diepauliane, nach dem im Schweinske noch ein Kaffe mit Wasser und ein Guniess verzehrt wurde. Kurz vorher konnte ich noch Tickets in der Wandelhalle sichern.
Jaya The Cat geben sich die Ehre…

Mucke

Der Quoteni Rud.us Award geht auf die Ziellinie. Enge Kiste und langsam streckt mein MP3 Player wegen der ständig wechselnden Bestückung die Beine… Das Display vom Philips GoGear Ragga zickt…

Und auch für den übernächsten Award stehen bereits Kandidaten am Start…

Van Halen mit Dave Lee – Tatoo


4 Responses to “#fcsp „Doppel Schacht“ am Millerntor! Heimsieg gegen VfL Bochum”


  1. 1 sparschaeler
    13. Februar 2012 um 17:14

    wie immer einesehr gute sportliche zusammenfassung des gesehenen.

    des bzg absatzes hätte es nicht mehr bedurft, das thema ist doch schon lange durch

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  2. 13. Februar 2012 um 16:48

    Seien Sie versichert, wir haben drüber nachgedacht, Herr Quotenrocker, so eine Entscheidung trifft man nicht so mal eben aus der Hüfte heraus, wenn da so viel „dranhängt“. Für den Moment ist es gut so, wie es ist. Trotz der durchaus betrüblichen Begleitumstände #abseitsdermeute

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